Der Beginn unserer Reise verlief nicht wie geplant, da wir am Donnerstag (19.06) noch kurzfristig die Info bekommen hatten, dass es für die Rückfahrt von
Jinan nach Hangzhou leider keine Schlafplätze mehr geben sollte sondern nur noch Sitzplätze für die ca. 12 Std. lange Heimreise. (Nur zu Info: In China kann man Tickets nur ab dem Ort kaufen in dem man sich gerade befindet. Also war es uns nicht möglich in Hangzhou das Rückfahrtticket von Jinan nach Hangzhou zu kaufen) Nun hatten wir also die Info und entschlossen uns dann zu fliegen. Aus organisatorischen Gründen haben wir dann den Taishain am Samstag bestiegen und sind gleich abends nach Qingdao gefahren, um dort den ganzen Sonntag zu verbringen. Von dort sind wir dann auch am Sonntagabend wieder zurück nach Hangzhou geflogen.
Der Aufstieg auf den Taishan selbst verlief im Vergleich zu den Yellow Mountains etwas weniger anstrengend ab. Es gab zwar auch hier wieder ausschließlich Treppenstufen (ca. 6.600) doch waren diese besser ausgebaut. Weiterhin hatte ich meinen Rucksack am Bahnhof gelassen und hatte nur das nötigste mitgenommen, der Aufstieg bis auf knapp 1600m Höhe war somit leichter zu bewältigen. Eigentlich war der Aufstieg also gar nicht so schlimm, wenn da nur nicht diese Hitze gewesen wäre. Nach ca. 20-30 min. war mein T-Shirt einfach komplett durchnässt.
Der Taishan selbst hatte für uns als Highlight das Tor der Unsterblichkeit zu bieten, doch leider war dieses sehr viel kleiner als wir uns das vorgestellt hatten. Des Weiteren war uns noch nicht einmal bewusst, dass wir durchgelaufen waren. Das haben wir erst durch Nachfragen, oben auf dem Berg, erfahren. Den Abstieg haben wir dann mit der Seilbahn in Angriff genommen, da wir dadurch einiges an Zeit sparen konnten.
Am Abend sind wir dann plangemäß in Qingdao angekommen und haben dort erstmal
auf unsere Unsterblichkeit in unserem Hostel angestoßen.
Dieses war echt das Beste Hostel, in welchem ich bisher geschlafen hatte. Die Zimmer und die Duschen waren sehr sauber und speziell die Dachterrasse sah richtig gut aus. Diese hatten wir dann auch ausgiebig beim Frühstück am Sonntagmorgen genutzt.
Nach unserem Frühstück sind wir dann auch gleich aufgebrochen und haben uns auf den Weg gemacht, um ein wenig von der Stadt Qingdao zu sehen. Diese hat deutsche Wurzeln und auch die dort ansässige Brauerei wurde, während der Besetzung von Qingdao durch die Deutschen, Ende des 19 Jahrhundert, von deutschen aufgebaut. Das Bier nennt sich übrigens „Tsingdao“ (ähnlich zum Stadtnahmen) und ist offizieller Sponsor der Olympischen Sommerspiele 2008. Weiterhin sind bis heute die deutschen Wurzeln auch in der Architektur vieler Häuser und Gebäude erhalten geblieben. Wenn man so durch die Stadt spaziert, denkt man nicht, dass man sich in einer chinesischen
Stadt befindet. Generell werden in der Stadt gerade sehr viele Gebäude neu gebaut und viele auch abgerissen. Wir dachten uns, dass diese Maßnahmen mit den Olympischen Sommerspielen in Verbindung stehen, da Qingdao Austragungsort für die Segelwettkämpfe sein wird.
Nach dem Besuch eines sehr schönen Marktes, der Altstadt, Rundgang am Meer und und und…. sind wir dann gegen 19:00 Uhr mit dem Taxi zum Flughafen gefahren, um den Flieger um 20:40 Uhr nach Hangzhou zu nehmen. Nach 70 min. Flugzeit hatten wir dann auch schon Hangzhou wieder erreicht. Ab ins Taxi, welches nach ca. 10 min. Fahrt einen „Platten“ hatte, und pünktlich gegen 23:00 Uhr waren wir wieder daheim.
Von solchen Ausflügen würde ich gerne noch weitere unternehmen. Schön wars....

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