Dienstag, 29. April 2008

Steffi's ersten Tage in China

Ni hao!

Ich hab es endlich geschafft und bin glücklich in China bei Stefan angekommen! So lange hab ich auf diesen Moment gewartet! Ich bin am Freitagmorgen gelandet und gegen Mittag war ich dann in Hangzhou, Stefans neuer Heimat!


Meine Reise erfolgte ohne Probleme ich hatte einen schönen, angenehmen Flug und wurde in Hangzhou direkt von der Sonne überrascht, es war unheimlich warm. Als Stefan dann endlich von der arbeit nach hause gekommen ist hat er mir gleich bei einem Spaziergang die schönsten Stellen von Hangzhou gezeigt und wir sind chinesisch essen gegangen, was sehr lecker war! Dabei stellte ich dann schnell fest das Stefan schon etwas chinesisch gelernt hat und hier in China sehr gut zurecht kommt, dass hat mich natürlich sehr gefreut!

Am Samstagmorgen ging es dann früh mit fast allen anderen Praktikanten, mit dem Zug nach Shanghai. Als wir dort angekommen sind wurde ich immer mehr von den Kontrasten dieses Landes überrascht. Auf der einen Seite sieht man diese so moderne und saubere Stadt, mit all ihren Attraktionen und in den kleinen Gässchen wird man dann von dem Leben der einheimischen Menschen in ihren kleinen mit Müll überhäuften Häusern schockiert.

Am Abend dieses wunderschönen Tages sind wir dann mit dem letzten Zug wieder nach hause gefahren, denn wir hatten am nächsten Tag ja wieder viel vor.

Gestern sind wir dann mit dem Fahrrad auf Erkundungstour durch Hangzhou gefahren. Wir sind zu Stefans Werk gefahren, haben einen riesen Fluss überquert, sind auf einen Kleidermarkt gegangen und haben den wunderschönen Westlake besichtigt. Abgeschlossen haben wir diesen aufregenden Tag mit einer Ganzkörpermassage. Dazu muss ich noch etwas schreiben, denn diese war wirklich sehr aufregend. Sie hat mir zwar ganz gut getan aber ich werde sie in dieser Form glaub ich nicht noch mal erleben bzw. überleben! Sie ist so wie man das im Fernseher auch sieht, die chinesischen Frauen laufen auf einem rum und bewegen einen in alle Richtungen, von denen ich vorher noch gar nicht wusste, dass mein Körper dazu in der Lage ist!

Also insgesamt bin ich positiv von diesem Land überrascht worden, denn auch wenn es hier etwas unhygienischer ist als bei uns trifft man hier auf ein total nettes, hilfsbereites und lebensfrohes Volk. Ich könnte jetzt schon noch soviel mehr dazu schreiben aber mehr erzähl ich dann wenn ich wieder zu hause bin!

Tschüssi eure Steffi

Montag, 21. April 2008

Ausflug zu den Yellow Mountains!

Letztes Wochenende war ich mit Martin zusammen in den „Yellow Mountains

Dieses Gebirge liegt in der Provinz Anhui und ist von Hangzhou ca. 3 Std entfernt.

Das Huang-Shan-Gebirge bedeckt eine Fläche von 154 km² und besitzt 72 Gipfel, von denen der höchste, der Lotosblütengipfel (Lianhuafeng), 1.841 m über NN erreicht. Es gehört zu den fünf berühmtesten Gebirgen Chinas und ist der Idealtyp, wie ihn chinesische Maler seit Jahrhunderten darstellen: steil aufragende Felsen mit bizarren Formen, im Fels wachsende knorrige Kiefern und Wolkenmeere. Das Huang-Shan-Gebirge zählt deshalb zu den wichtigsten touristischen Zielen vor allem für chinesische Besucher. 1990 wurde es zum UNESCO Weltnatur- und Kulturerbe erklärt.“ (Quelle: Wikipedia)

Der Ausflug war für uns jedoch nicht so verlaufen wie wir uns das ursprünglich vorgenommen hatten J Was uns jedoch passiert ist, möchte im Folgenden ein wenig genauer erzählen. Vorweg ist zu sagen, wir hatten nichts aber auch gar nichts für das Wochenende im Vorfeld gebucht! Mal wieder so gar nicht meine Art ;-)

Geplant war, am Freitagabend zu starten und in einem Ort vor dem Gebirge (Tangkou) zu übernachten, um dann gleich am Samstag früh den Aufstieg zu wagen. Leider kam es nicht so wie wir uns das gedacht hatten. Als wir gegen 18:35 an der West Bus Station in Hangzhou angekommen waren, wurde uns mitgeteilt, dass der letzte Bus leider schon um 17:50 gefahren war. Da standen wir nun. Wir probierten noch einen privaten Fahre zu engagieren der uns am Abend nach Tangkou gefahren hätte aber bei Preisen um die 800 RMB haben wir diese Option nicht wahrgenommen. Wir kauften uns also am Abend noch ein Busticket für den ersten Bus am Samstagmorgen, den wir dann auch genommen hatten. Dieser fuhr um 08:00 Uhr in Hangzhou ab.

Gegen 11:15 Uhr sind wir dann in Tangkou angekommen und haben erstmal etwas zu Mittag gegessen. Im Anschluss haben wir dann probiert den richtigen Weg zu erfragen um auf den Berg zu laufen. Nach mehreren Versuchen klappte das dann auch. Ein Taxi brachte uns zum Ausgangspunkt von dem aus wir unsere Tour starteten. Wir hatten die Wahl zwischen einem Fußweg und einer Seilbahn. Wir entschieden uns für den Fußweg, da wir das auch so geplant hatten. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass das kein gewöhnlicher Fußweg war. Der komplette Weg bis hoch zu Spitze des Berges, bestand nur aus Stufen. Es war unglaublich. Es gab nicht eine kleine Passage die aus normalem Boden bestand. Insgesamt brauchten wir zwei 5 Stunden um hoch zu laufen. Man kann sich eigentlich kaum vorstellen was es bedeutet 5 Stunden lang nur Treppen zu laufen. Trotzt der Anstrengung machte es sehr viel Spaß und teilweise konnten wir auch die Aussicht genießen.

Zur Aussicht ist allerdings zu sagen, dass diese an diesem Wochenende nicht so gut war. Je höher wir aufgestiegen waren, desto nebliger wurde es. Auf der Spitze hatten wir leider nur knapp 30-70 m Sicht. Was wir allerdings ohne Probleme sehen konnten waren die vielen Menschen auf dem Berg. Es ist unbeschreiblich, wie viele Menschen (zu 99,9% Chinesen) sich auf dem Berg befinden. An manchen Stellen gab es regelrecht Stau und wir konnten nicht weiter laufen.

Oben angekommen wollten wir uns eine (günstige) Unterkunft suchen. Natürlich hatten wir dabei auch wieder Pech. Zwei Hotels hatten wir angelaufen und beide waren ausgebucht. Eine Dame von der Rezeption des zweiten Hotels war dann noch so nett und fragte bei den restlichen Hotels auf dem Berg an, leider ohne Erfolg. Ein Doppelzimmer konnte Sie jedoch noch kurzfristig in einem gegenüberliegenden Hotel ausfindig machen. Der Haken daran, es sollte 900 RMB kosten. Nachdem wir es besichtigt hatten und den Preis auf 800 RMB drücken konnten, nahmen wir es. Wir hatten ja auch nicht wirklich eine Wahl, da wir unbedingt auf dem Berg übernachten wollten, um den Sonnenaufgang von oben anzuschauen.

Wir brachten unsere Rucksäcke auf unser Zimmer und gingen noch mal raus um den Sonnenuntergang anzuschauen. Allerdings war die Sicht noch immer nicht sehr gut, so dass wir eigentlich kaum etwas von dem Sonnenuntergang sehen konnten.

Am nächsten morgen sind wir dann um 4 Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang um 05:36 Uhr zu sehen. Wir sind also gleich am morgen ca. 45 min. zu einer bestimmten Aussichtsplattform gelaufen, da man von dort wohl den besten Ausblick auf den Sonnenaufgang haben sollte. Doch leider blieb uns auch dieser Blick, aufgrund der schlechten Sicht, verwährt. Wir gingen also ein wenig enttäuscht zurück und haben erstmal im gegenüberliegenden Hotel für 50 RMB ein Buffet-Frühstück genossen. Nach dem Frühstück hatten wir uns entschieden den Abstieg nicht zu Fuß zu machen, sondern eine Seilbahn zu nehmen. Unten angekommen haben wir uns dann auf den Weg gemacht einen von drei Wasserfällen zu besichtigen. Der Weg dorthin hat uns richtig gut gefallen. Wir sind die ganze Zeit an einer Strasse lang gelaufen die ein sehr schönes Panorama geboten hatte.

Nachdem wir dann doch zwei von drei Wasserfällen besichtigt hatten, sind wir mit dem Bus wieder zurück nach Tangkou gefahren. Wir waren bereits gegen 13:00 Uhr dort doch leider hatten wir am Samstag schon Tickets für den Sonntag gekauft und zwar für den 17:30 Uhr Bus. Nach mehreren versuchen einen früheren Bus zu bekommen, wurde uns mitgeteilt, dass wir zumindest den 16:30 Uhr nehmen könnten. Immerhin….. Wir hatten also noch ein wenig Zeit und entschieden uns, eine Fußmassage in Anspruch zu nehmen welche uns von Einheimischen empfohlen wurde. Wir wurden 1 Stunde an den Füßen, Waden, Oberschenkel und zum Schluss sogar noch mal kurz am Nacken und Rücken massiert und das alles für nur 50 RMB. Diese haben wir sehr genossen. Danach sind wir noch kurz etwas essen gegangen und dann fuhren wir auch schon wieder nach Hause.

Der Ausflug hat mir richtig gut gefallen und ich kann nur jedem empfehlen, der es sich einrichten kann, die Yellow Mountains auch einmal zu besichtigen. Wenn wir auch noch eine bessere Sicht gehabt hätten, dann kann dieses Gebirge mit Sicherheit zu den Top Sehenswürdigkeiten in China gezählt werden.


Ich wünsche euch allen noch eine schöne Woche!

Montag, 14. April 2008

Meine 6 Woche in China!

Die letzte Woche verlief irgendwie doch recht schnell. An der Arbeit verstehe ich (zum Glück) immer mehr und bekomme neben meinem eigentlichen Projekt auch noch kleinere Aufgaben zugeteilt. Die Verständigung mit meinem Kollegen klappt auch immer besser auch wenn ich mir manchmal wünschen würde einfach deren Sprache zu sprechen, dann wäre vieles einfacher. Aber irgendwie tue ich mir noch ein wenig schwer die chinesische Sprache, zumindest in Ansätzen, zu lernen. Ich habe mir jetzt aber fest vorgenommen einige Zahlen zu lernen.

Am Freitagabend (11.04.08) haben wir uns alle wieder zum Teppanyakiessen getroffen, um im Anschluss noch in den Geburtstag von Alexandra rein zufeiern. Es hieß zwar Teppanyaki aber es war es eigentlich gar nicht :-) Das heißt, wir saßen diesmal nicht um einen Koch herum der uns bedient hat, sondern wir mussten unser Essen selber am bzw. im Tisch grillen, was mir persönlich sehr viel Spass bereitet. Leider war das Essen (obowhl es "all you can eat" war) mit 170 RMB relativ teuer. Unser Räumchen selbst durfte man nur ohne Schuhe betreten, wer also Löcher in den Socken hatte wurde sofort entlarvt :-) Im Anschluss sind wir noch in einen Club (Devils Kiss) gegangen, um in den Geburtstag von Alexandra rein zufeiern.

Am Sonntag habe ich dann erstmal ausgeschlafen und am Nachmittag haben sich dann der Boris, Max, Martin und ich zu einer Fahrradtour getroffen. Wir sind ca. 4 Stunden lang herum gefahren und wir haben teilweise richtig schöne Ecken gefunden. Ein Fahrrad zu kaufen hat sich schon jetzt mehr als gelohnt. Gegen Abend haben wir uns dann noch einen Milk Tea gegönnt und haben dabei den Blick auf das Abendliche Wasserspiel vom Westlake genossen. Sehr schön wie ich fande. Ich freue mich schon auf weitere Touren mit meinem Bike und hoffe noch viele Ecken von Hangzhou erkunden zu können.

Heute waren wir nach der Arbeit bereits zum zweiten Mal bei einem Muslimen essen. Das Essen dort ist echt richtig lecker und unverschämt günstig. Pro Person haben wir nur 9 RMB bezahlt. Dort wird es uns bestimmt noch des öfteren hintreiben. Wir gehen übrigens so gut wie jeden Tag nach Arbeit gemeinsam noch irgendein Restaurant. Das Essen hier ist so günstig, da kann man sich sowas schonmal erlauben ;-)

Montag, 7. April 2008

Das erste lange Wochenende!

Um gleich zu Beginn die Spannung heraus zu nehmen, mir geht es wieder besser :-)
Am Mittwoch und Donnerstag war ich zwar noch nicht ganz so fit, aber mein Wohlbefinden wurde doch stetig besser. Des Weiteren verbesserte sich auch die Konsistenz meines Diarrhoe zunehmend.
;-) Ein Besuch des örtlichen Krankenhauses, was auch mit Sicherheit hätte sehr interessant werden können, blieb mir dann aber doch erspart. (Zum Glück)

Am Donnerstagabend hatten wir Praktikanten uns zu einer Feier bei Manish und Pia getroffen, um dort den Abschied von zweien (Manish und Jana) zu feiern. Das war natürlich nur möglich, da der Freitag frei war. In China war an diesem Tag irgendein Feiertag (Weiss leider nicht welcher). Eigentlich hatten wir über das längere Wochenende einen Ausflug zu den „Yellow Mountains“ geplant, doch aufgrund der schlechten Wettervorhersage entschieden wir uns das Wochenende in Hangzhou zu verbringen. Zu Unrecht wie sich später herausstellte. Geregnet hatte es dort wohl nur in den Nächten, so dass tagsüber Wandern möglich war.

Am Freitag war dann erstmal ausschlafen angesagt und am Nachmittag sind Max und ich ein wenig auf Sightseeing Tour zum Westlake gegangen. Trotz dem schlechten Wetter sind tausende andere Menschen auch auf dieselbe blöde Idee wie wir gekommen. An einen normalen Spaziergang war überhaupt nicht zu denken. Viele, viele Menschen die von allem und jedem Fotos machen. Die sind echt alle noch viel schlimmer als ich....

Am Samstag haben wir dann einen Ausflug in die nahe gelegene Stadt Hayan unternommen, die direkt am Meer liegt. Dort wollten wir unbedingt die noch im Bau befindliche, längste Übersee-Brücke der Welt (Hangzhou Bay Bridge) anschauen, die eine Gesamtlänge von 36 Km hat. Doch als wir dort angekommen waren, konnten wir diese leider nicht erblicken. Weder wussten wir wo diese war, noch war überhaupt ein vernünftiger Ausblick möglich aufgrund der schlechten Sicht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen sind wir dann einfach ein wenig ans Meer gegangen und haben uns dort ein wenig umgeschaut.

Das Meer selbst war richtig dreckig und es schwammen sogar tote Tiere darin. Abgesehen davon, dass es dort keinen Strand gab, wird an diesem Teil des Pazifik wohl niemand freiwillig ins Wasser gehen um zu baden. Zu Bedenken gibt mir allerdings auch, dass die Fische die in dieser Brühe leben, irgendwann gefischt werden und bei irgendeinem auf den Teller kommen. Ein Glück esse ich nicht viel Fisch ;-)

Am Sonntag sind ein paar von uns (auch ich) losgezogen, um ein Fahrrad zu kaufen. Dieses Unterfangen erwies sich jedoch als schwieriger als Gedacht. Die erste Anlaufstelle war ein Supermarkt doch sind die Fahrräder generell sehr klein gebaut und die Qualität war auch nicht die Beste. Wir entschlossen uns von einem uns bekannten Chinesen (Real Estate Agent) Rat zu holen, wo es denn gute und günstige Fahrräder in Hangzhou geben würde. Wir hielten dann dem Taxifahrer das Handy ans Ohr und der fuhr uns dann zu dem Ort. Nach einer ganzen Weile hielt der Taxifahrer dann irgendwann an und zeigte wo wir hingehen sollten.

Wir gingen auf ein paar größere Metallbuden zu in denen Fahrräder verkauft wurden, doch alle Fahrräder sahen mehr oder weniger gleich aus. Wir versuchten uns trotzdem daran Fahrräder zu erwerben und versuchten auch sogar zu handeln. Einer vor uns versuchte auf gebrochenem Chinesisch ein paar Fahrräder zu organisieren doch das klappte nicht so ganz. Wieder mussten wir auf unseren Chinesischen Freund am Handy zurückgreifen. Wir erklärten ihm unser Anliegen am Handy und gaben es dann an den „Verkäufer“ weiter damit er handeln konnte. Nach einem längeren Hin- und Her stellte sich heraus, dass der „Verkäufer“ gar nicht genügend Fahrräder von unserm gewünschten Modell auf „Lager“ hatte. Schließlich packten wir also unsere 7 Sachen und versuchten weiter unser Glück. Zu Fuß gingen wir mehr als eine halbe stunde Richtung Stadt, da uns (6 Personen) irgendwie kein Taxi mitnehmen wollte, warum auch immer. Als wir dann aber endlich eins bzw. zwei bekommen hatten, sind wir dann zum nächsten Geschäft (Decathlon) gefahren, wo wir wussten, dass es dort auf jeden Fall Fahrräder haben würde. Wir dachten allerdings, dass die Fahrräder dort am teuersten sein wären und haben daher zunächst versucht woanders ein Fahrrad aufzutreiben.

Letztendlich haben wir also dort Fahrräder gefunden und auch gekauft. Nachdem die Einstellung der Fahrräder durch die Werkstattservicekräfte von Decathlon nach einer knappen Stunde beendet war, sind wir dann voller Freude durch die Stadt nach Hause gefahren. Wir waren mit Sicherheit die schnellsten Fahrradfahrer an diesem Abend in Hangzhou wobei wir auch ordentlich ins Schwitzen kamen. Ein Nachteil war allerdings dass wir an der Hauptstrasse entlang zurückfahren mussten und sich dadurch unsere Lungen erheblich mit Abgasen gefüllt haben! Aber Egal, man ist ja nur einmal in China ;-)

So langsam wird es auch Sommer in Hangzhou. Heute waren es knapp 27 Grad und die hohe Luftfeuchtigkeit ist auch schon zu spüren. Im Internet lese ich von Schnee in Deutschland und irgendwie glaube ich, hat China einen erheblichen Anteil daran. Es wird hier insgesamt echt ne Menge Müll produziert, von den ganzen Abgasen mal abgesehen. Aber das ist eine andere Geschichte die ich mit Sicherheit später noch mal gerne aufgreifen werde.


Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!

Dienstag, 1. April 2008

Erster unfreiwilliger Tag zu Hause

Jetzt hat es mich doch erwischt . Die ganze Zeit hier in China ging es mir ja ganz gut, aber gestern Abend (Montag) hatte ich dann doch irgendetwas falsches gegessen. Was es war kann ich leider nicht sagen. Ich hatte mich nicht anders ernährt als die vergangenen Tage auch.
Es machte sich jedenfalls ziemlich schnell ein flaues Gefühl im oberen Bauchbereich bemerkbar und es dauerte auch nicht allzu lange bis der Inhalt meines Bauches heraus wollte. Ich musste mich übergeben und hatte dann auch noch die ganze Nacht mir Schüttelfrost zu kämpfen. Heute (Dienstag) morgen musste ich dann zu Hause bleiben, da ich körperlich immer noch ziemlich angeschlagen war.
Morgen möchte ich aber wieder zur Arbeit, sofern es mir besser geht. Ansonsten werde ich wohl mal einem hiesigen Krankenhaus (Niedergelassene Ärzte gibt es in China wohl kaum) einen Besuch abstatten müssen. Ich hoffe aber nicht, dass es dazu kommt.....

Ausflug nach Wuyuan

Hallo liebe Leser!

Am letzten Wochenende (28.03.08 - 30.03.08) haben wir mit insgesamt 10 Praktikanten einen Ausflug nach Wuyuan unternommen.

„Die Landschaft rund um Wuyuan im wunderschönen Nordosten der Provinz Jiangxi hat einige der vollkommensten Ausblicke in ganz China zu bieten. Versteckt in den Randgebieten dieser fruchtbaren und hügeligen Gegend im atemberaubenden Süden Anhuis und Westen Zhejiangs liegt ein verstreutes Häuflein pittoresker Huizhhou-Dörfer, in denen das alte China noch in verlockender Panoramen alter Brücken, glitzernder Flüsse, plattenbelegter Gassen und dem langsamen, bedächtigen Gang des traditionellen Landlebens erhalten geblieben ist.“ ‚(Quelle: Lonely Planet)

Die Fahrt begann am Freitag um 19:00 Uhr. Direkt nach der Arbeit sind wir mit unseren gepackten Rucksäcken gleich zum zentralen Busbahnhof gefahren und konnten uns auch gleich in unseren Reisebus setzen. Nach insgesamt 5 ½ Stunden Fahrtzeit hatten wir auch endlich unser Ziel erreicht. Die Busfahrt selbst war allerdings nicht sehr entspannend für mich. Da der Busfahrer sein Gefährt gesteuert hat, als hätte er ein Go-Kart unter sich, wurde mir zum Schluss hin doch ziemlich übel. Zum Glück hatten wir eine chinesische Praktikantin (Luni) dabei, die übersetzen konnte und mir dann einen Platz ganz vorne im Bus organisieren konnte.
Ziemlich lustig war allerdings, dass sich erstmal jeder Fahrgast bei Fahrtbeginn im Bus selbst vorstellen musste. Dazu musste jeder nach vorne gehen und über das Mikro im Bus ein paar Sätze über sich erzählen. Natürlich konnten wir die Chinesen alle nicht verstehen und ich glaube die uns auch nicht obwohl wir Englisch gesprochen hatten :-)

Die erste Übernachtung verbrachten wir in einem Hostel was qualitativ einen guten Eindruck machte. Zwar war die Toilette, wie so oft in China, ein Loch im Boden aber ansonsten waren wir sehr zufrieden. Am nächsten Tag ging es dann um 08:00 Uhr auch schon los. Ich dachte eigentlich wir würden ein wenig durch die Region wandern, aber dem war nicht so. Wir stiegen in den Bus und fuhren erstmal los. Ab und zu hielten wir an ein paar Aussichtspunkten an, schossen Fotos und fuhren dann weiter. Dies machten wir dann den ganzen Tag lang so :-) An ein paar Orten hatten wir dann mal mehr (ca. 2 Stunden) und bei anderen mal weniger (ca. 15 min) Zeit.

Der Sonntag verlief ähnlich wie der Samstag. Doch den Ort den wir hier angefahren hatten, war der mit Abstand schönste unseres Wochenendeausfluges. Dort konnten wir uns auch wieder knapp 3 Stunden aufhalten bevor es weiter ging.

Generell ist in der Region ein Rapsfeld nach dem anderen zu sehen welche wirklich teilweise sehr idyllisch zwischen Bergen liegen. Am meisten hat mich aber beeindruckt wie die Leute vor Ort noch Leben. Die Häuser sind doch in einem sehr schlechten Zustand und machen einen maroden Eindruck. Am Fluss wird oberhalb eine Gans gerupft, während 20m weiter die Frauen die Wäsche im Fluss waschen. Die Lebensbedingungen sind teilweise echt krass und man mag kaum glauben, dass dort Menschen leben können und (anscheinend auch) wollen!

Irgendwie ist es auch interessant anzuschauen, wieviele Touristen (zu 99,9% Chinesen) durch die Region Wuyuan laufen. Massenweise Busse fahren die einzelnen Ortschaften /Gebiete an und bringen jede Menge Touristen mit. Angeblich wäre die Region Wuyuan ein Geheimtipp, da bin ich echt mal gespannt wie das dort in 2-3 Jahren aussieht.

Was ich an dieser Stelle auch nochmal erwähnen möchte, ist das wir (deutschen) eigentlich überall auch eine Attraktion waren. Wie viele Gruppenfotos wir gemacht haben lässt sich überhaupt nicht mehr nachrechnen. Teilweise kommt man sich wirklich vor, wie ein kleiner Popstar. Sobald wir uns jeweils zusammengefunden hatten, scharrten sich meist viele kleine Menschen um uns herum. Sobald sich einer getraut hatte uns zu fragen ob er ein Foto mit uns machen konnte, trauten sich plötzlich die anderen auch. Dies war schon echt eine lustige Sache.

Insgesamt war es ein sehr schönes Wochenende und ich konnte wieder viele neue Eindrücke sammeln.


Ich wünsche euch allen noch einen schöne Woche!