Dienstag, 22. Juli 2008

Wochenendausflug nach Beijing!

Am vergangen Wochenende hatte ich meinen besagten Kurztrip nach Beijing (Peking).

Kurzer Einwurf: Wie mir hier in China mitgeteilt wurde, benutzen wohl nur wir Deutschen das Wort „Peking“. Für den Rest der Welt heißt die Stadt „Beijing“. Warum wir Deutschen allerdings einen eigenen Namen für diese Stadt haben, das konnte ich bisher noch nicht herausfinden.

Direkt nach der Arbeit habe ich den Bus zum Bahnhof genommen und bin von dort gleich mit dem Zug nach Beijing gereist. Gebucht hatte ich die „Softsleaper“ Klasse, was bedeutet, dass ich ein Liegewagen hatte mit insgesamt 4 Betten in meiner Kabine.

Kurzer Einwurf: In China gibt es 4 Klassen:
Hardseat (Sitz mit feststehender Rückenlehne), Softseat (Sitz mit beweglicher Rückenlehne), Hardsleaper (Liegeplatz in einem offenem 6 Bett-Abteil) und eben Softsleaper (Liegeplatz in einem geschlossenen 4-Bett-Abteil).

Die Fahrt dauerte knapp 12 Stunden und das ohne Unterbrechung. Hangzhou raus und schon war ich in Beijing ;)


Angekommen bin ich gegen 07:30 Uhr morgens am HBF in Beijing. Von dort wurde ich auch gleich von Alex, James (Ein Freund von Alex aus den USA) und Dominik in Empfang genommen. Die drei waren schon einen Abend vorher angereist. Da ich leider keinen Urlaubstag mehr hatte, musste ich also nachreisen.
Auf jeden Fall sind wir dann gleich mit einem von uns organisierten Fahrer abgeholt worden und sind dann direkt zur großen Mauer aufgebrochen. Wir hatten uns bewusst 2 Abschnitte der Mauer ausgesucht, die etwas weiter außerhalb von Beijing lagen, um erstens, Teile der Mauer zu begehen die nicht extra für Touristen präpariert wurden und zweitens, um möglichst alleine (ohne Touristen) die Mauer zu begehen. Nach 2 Stunden waren wir dann auch schon angekommen und gingen sofort los. Das Wetter war einfach traumhaft an diesem Tag. Viel Sonne und eine klare Sicht. Die Mauer selbst war ein richtiges Highlight wie ich fand. Die Ausmaße der Mauer haben mich schon sehr fasziniert. So weit das Auge reichte, konnte ich den Verlauf der Mauer folgen. Bis zu 6000 km soll diese noch lang sein, Wahnsinn!
Es machte richtig Spaß auf ihr zu laufen und sich dabei die Gegen anzuschauen. Nach ca. 4 Stunden hatten wir unseren Endpunkt erreicht und dort wartete auch schon un
ser Fahrer wieder auf uns, um uns wieder abzuholen.
Zurück in der Stadt gingen wir direkt zu unserem Hostel und schlossen den Tag mit einem schönen Essen in einem Chinesischen Restaurant ab. Gegessen hatten wir natürlich u.a. „Beijing-Duck“ (Peking-Ente). Im Anschluss haben wir uns dann noch mal in eine Bar gesetzt und unsere vielen Eindrücke mit gekühlten
Elektrolytgetränken Revue passieren lassen.


Am Sonntag bin ich früher als die anderen aufgestanden und habe zunächst alleine eine kleine Runde in unserer Gegend gedreht. Grundsätzlich habe ich Beijing als eine sehr saubere Stadt kennen gelernt. Nichts war zu sehen von dem Smog vergangener Tage oder überfüllten Strassen. In den verschiedenen Nebenstrassen allerdings bot sich mir dann doch schnell das anscheinend sonst vorherrschende Bild von Peking. Alte Strassen, wie man sie ihn China regelmäßig vorfindet, mit vielen armen Menschen.

(Der hier ursprünglich stehende Absatz wurde vom Verfasser entfernt....)

Jedenfalls bin ich dann wieder irgendwann zurück und wir sind dann gemeinsam zur Verbotenen Stadt gelaufen. Diese heißt übrigens so, da es früher fremden Personen verboten war über Nacht in der Stadt zu verweilen. Der Kaiser hatte Angst, dass Männer über seine Frauen herfallen könnten. :)

Die Stadt selbst ist ca.1000m. lang und 800m breit und ist umgeben von einer riesigen Mauer. In dieser stehen jede Menge Gebäude und jede Menge andere Dinge herum. Es waren einfach zu viele Eindrücke für die kurze Zeit, die uns zur Verfügung stand. Sinnvoller ist es wohl sich einen Guide zu nehmen und die Hintergründe der Stadt, Häuser, Figuren…. erzählen zu lassen. Die Zeit hatten wir leider nicht und so beließen wir es beim schlendern. Nach der Stadt sind wir dann noch auf eine, direkt an die Stadt angrenzende, Pagode hoch gelaufen von der wir einen super Blick auf die Verbotene Stadt sowie Beijing hatten. Der Hügel mit der Pagode wurde angeblich nur gebaut bzw. neu aufgeschüttet um die Verbotene Stadt vor den häufigen Sandstürmen (von Norden kommend) zu schützen, von denen Beijing doch recht häufig betroffen ist.

Im Anschluss fuhren wir noch schnell zum neu gebauten Stadion doch leider war dieses weiträumig abgesperrt und somit mussten wir uns darauf beschränken das sehr gelungene Bauwerk aus der Ferne aus anzusehen. Direkt neben dem Stadion stehen auch das neue Schwimmstadion sowie das neu errichtete Olympiadorf mit einem sehr schönen Hauptgebäude (Form einer Fackel).
Dann ging es auch schon wieder zurück zum Hostel unsere Sachen abholen, noch schnell was gegessen und dann gleich zum Flughafen.

Das Wochenende war richtig super. Mit meinen drei Weggefährten hatte ich ne Menge Spass und besonders die Mauer hat mir sehr gut gefallen. Ein Muss für jeden der nach China kommt (meines Erachtens)!!!

Sonntag, 13. Juli 2008

Tagesausflug nach Suzhou

Am Samstag (12.07.08) habe ich mit Hannes, Uli, Robert und Martin einen Tagesausflug nach Suzhou unternommen. Mit dem Bus ist die Stadt innerhalb von 2,5 Stunden zu erreichen.

Die Hauptattraktion der Stadt sind Gärten die teilweise über 1000 Jahre alt sind. Diese Gärten zählen heute sogar zum Weltkulturerbe der Unesco.


Gleich nach der Ankunft, haben wir uns auch gleich auf den Weg zum ersten Garten begeben und mussten mit Erstaunen feststellen, dass der Eintritt von 70 RMB nicht gerade günstig war.

Der Garten selbst war sehr schön angelegt. Uns bot sich eine Sinfonie aus Felsen, Wasser, Bäumen und alten Gebäuden. Allgemein sind die Gärten wohl ähnlich aufgebaut und stehen für Ausgeglichenheit und Harmonie.

Im Anschluss an den Garten haben wir uns entschlossen eine kleine Bootstour (ca. 45 min.) auf einem der vielen Kanäle durch Suzhou zu unternehmen.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause (in einer Pizzeria) reichte die Zeit leider nur noch aus, um eine nahe gelegene Pagode zu besichtigen und deren angeschlossene kleine Gärten.

Nächstes Wochenende werde ich der großen Mauer in Peking einen Besuch abstatten und mir dort ein wenig die Füße vertreten ;)

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!

Montag, 7. Juli 2008

Rematch!

Die Woche verging mal wieder wie im Flug. Mit Schrecken habe ich feststellen müssen, dass ich doch schon über 2/3 meines Praktikums hinter mir habe und ich mittlerweile schon mehr als 4 Monate am anderen Ende der Welt lebe. Das leben hier bereitet mir jedoch nachwievor sehr viel Spass und ich bin gerne hier.

Spass bereitet mir gerade auch das Wetter, welches sich erheblich verändert hat. Weg von dem vielen Regen, hin zu sehr sehr viel Hitze. Seit ca. einer Woche erreichen wir täglich 35 -40 Grad und mehr; Es ist einfach der Wahnsinn. So eine starke/konzentrierte Hitze habe ich bisher noch nie erlebt.

Mit dem schönen Wetter geht aktuell auch noch einher, dass sich Hangzhou selbst, fast ohne Smog präsentiert. Am Freitagabend hatte ich daher spontan entschlossen meine Kamera zu schnappen und bei dem schönen Wetter ein paar Bilder von ein paar Hochhäusern um meinen Compound herum zu schießen.


Bei dieser Hitze haben wir dann übrigens auch am Samstag unser Rematch gegen unsere Chinesischen Kollegen gehabt. Endstand bei ca. 40 Grad war 8:5 für uns. Das Spiel war das erste für uns in unseren neuen Trikots und wir hatten somit gleich den richtigen Einstand. Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht, obwohl wir alle bei solchen Temperaturen noch nie gespielt haben und es uns auch nicht gerade leicht gefallen ist.

Am Samstagabend war ich dann mit ein paar Arbeitskollegen zum Hot Pot Essen verabredet. Nach einem ausgiebigen Essen sind wir dann noch gemeinsam zum KTV gegangen und ich konnte zum ersten Mal Erfahrungen mit Karaoke in China machen. Karaoke bedeutet in China, man geht mit seinen Freunden in einen abgetrennten Raum und singt dann dort unter sich. Man glaubt gar nicht, wie verrückt die Chinesen auf KTV sind. Jedes Wochenende aufs neue Strömen Massen von Personen in die vielen KTV’s und singen. Nach ein paar Bier habe auch ich mich dann ans Mikro gewagt und es hat auch Spass gemacht ;)

Dienstag, 1. Juli 2008

EM Finale 2008 in Wien!

In Wien war ich natürlich nicht, aber dafür wieder in unserer Stammsportsbar Devil's Kiss. Wie auch schon einige Spiele zuvor, haben wir uns auch wieder entschieden das Finale dort gemeinsam anzuschauen.

Kaum dort gewesen war auch schon gleich der Anpfiff und es dauerte nicht lang da wurde uns schon klar, dass das ein ganz schweres Spiel für die Deutschen werden sollte. Trotz dem Tor der Spanier in der ersten Halbzeit haben wir noch gehofft, die Deutsche Mannschaft würde nach dem Seitenwechsel ein Feuerwerk abbrennen und alles dafür tun, um das Spiel zu gewinnen. Weit gefehlt…..Sie knüpften nahtlos an die Leistung der ersten Halbzeit an und kamen nicht einmal gefährlich vors spanische Tor. Der Sturm war, wie auch in der Spielen zuvor, einfach komplett abgemeldet. Ob Klose, Gomez oder auch Kuranyi. Des Weiteren war die Defensivleistung (Den Gegner bloß nicht angreifen) das ganze Turnier über sehr sehr bedenklich. Ob das vom Yogi wirklich in dieser Ausprägung gefordert wurde??

Letztendlich geht meines Erachtens der Sieg der Spanier in Ordnung. Im Finale haben sie zwar nicht ganz so überzeugend gespielt, aber über den kompletten Turnierverlauf hinweg, waren sie doch die konstanteste Mannschaft und stellen auch den Toptorschützen (David Villa) der EM 2008.


Am Samstag war ich übrigens mal wieder in Shanghai unterwegs. Anlass war eigentlich das Mitkommen von Byan, einem amerikanischen Trainee in meiner Abteilung. Er hat bisher, aufgrund seiner schlechten Wohnlage, noch nichts unternommen. Dies war also sein erster Ausflug. Wir nutzen also den Tag und fuhren um 07:40 schon morgens los nach Shanghai. Den Vormittag und frühen Nachmittag haben wir zum Sightseeing genutzt, um anschließend den Tag auf dem größten Fakemarkt von Shanghai zu beenden.

Morgens sind wir überwiegend durch den alten französischen Stadtteil (Französische Konzession) gelaufen und haben uns unter anderem auch das Gebäude angeschaut, in dem am 23.07.1921 der erste Kongress der Kommunistischen Partei Chinas (CPC) abgehalten wurde, unter Ihnen auch ein bekannter namens Mao Zedong!

Am kommenden Wochenende werden wir unser nächstes Fußballmatch (Rematch) gegen unsere Chinesischen Kollegen haben. Freue mich schon sehr darauf.

Gruß nach Deutschland!