Montag, 7. April 2008

Das erste lange Wochenende!

Um gleich zu Beginn die Spannung heraus zu nehmen, mir geht es wieder besser :-)
Am Mittwoch und Donnerstag war ich zwar noch nicht ganz so fit, aber mein Wohlbefinden wurde doch stetig besser. Des Weiteren verbesserte sich auch die Konsistenz meines Diarrhoe zunehmend.
;-) Ein Besuch des örtlichen Krankenhauses, was auch mit Sicherheit hätte sehr interessant werden können, blieb mir dann aber doch erspart. (Zum Glück)

Am Donnerstagabend hatten wir Praktikanten uns zu einer Feier bei Manish und Pia getroffen, um dort den Abschied von zweien (Manish und Jana) zu feiern. Das war natürlich nur möglich, da der Freitag frei war. In China war an diesem Tag irgendein Feiertag (Weiss leider nicht welcher). Eigentlich hatten wir über das längere Wochenende einen Ausflug zu den „Yellow Mountains“ geplant, doch aufgrund der schlechten Wettervorhersage entschieden wir uns das Wochenende in Hangzhou zu verbringen. Zu Unrecht wie sich später herausstellte. Geregnet hatte es dort wohl nur in den Nächten, so dass tagsüber Wandern möglich war.

Am Freitag war dann erstmal ausschlafen angesagt und am Nachmittag sind Max und ich ein wenig auf Sightseeing Tour zum Westlake gegangen. Trotz dem schlechten Wetter sind tausende andere Menschen auch auf dieselbe blöde Idee wie wir gekommen. An einen normalen Spaziergang war überhaupt nicht zu denken. Viele, viele Menschen die von allem und jedem Fotos machen. Die sind echt alle noch viel schlimmer als ich....

Am Samstag haben wir dann einen Ausflug in die nahe gelegene Stadt Hayan unternommen, die direkt am Meer liegt. Dort wollten wir unbedingt die noch im Bau befindliche, längste Übersee-Brücke der Welt (Hangzhou Bay Bridge) anschauen, die eine Gesamtlänge von 36 Km hat. Doch als wir dort angekommen waren, konnten wir diese leider nicht erblicken. Weder wussten wir wo diese war, noch war überhaupt ein vernünftiger Ausblick möglich aufgrund der schlechten Sicht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen sind wir dann einfach ein wenig ans Meer gegangen und haben uns dort ein wenig umgeschaut.

Das Meer selbst war richtig dreckig und es schwammen sogar tote Tiere darin. Abgesehen davon, dass es dort keinen Strand gab, wird an diesem Teil des Pazifik wohl niemand freiwillig ins Wasser gehen um zu baden. Zu Bedenken gibt mir allerdings auch, dass die Fische die in dieser Brühe leben, irgendwann gefischt werden und bei irgendeinem auf den Teller kommen. Ein Glück esse ich nicht viel Fisch ;-)

Am Sonntag sind ein paar von uns (auch ich) losgezogen, um ein Fahrrad zu kaufen. Dieses Unterfangen erwies sich jedoch als schwieriger als Gedacht. Die erste Anlaufstelle war ein Supermarkt doch sind die Fahrräder generell sehr klein gebaut und die Qualität war auch nicht die Beste. Wir entschlossen uns von einem uns bekannten Chinesen (Real Estate Agent) Rat zu holen, wo es denn gute und günstige Fahrräder in Hangzhou geben würde. Wir hielten dann dem Taxifahrer das Handy ans Ohr und der fuhr uns dann zu dem Ort. Nach einer ganzen Weile hielt der Taxifahrer dann irgendwann an und zeigte wo wir hingehen sollten.

Wir gingen auf ein paar größere Metallbuden zu in denen Fahrräder verkauft wurden, doch alle Fahrräder sahen mehr oder weniger gleich aus. Wir versuchten uns trotzdem daran Fahrräder zu erwerben und versuchten auch sogar zu handeln. Einer vor uns versuchte auf gebrochenem Chinesisch ein paar Fahrräder zu organisieren doch das klappte nicht so ganz. Wieder mussten wir auf unseren Chinesischen Freund am Handy zurückgreifen. Wir erklärten ihm unser Anliegen am Handy und gaben es dann an den „Verkäufer“ weiter damit er handeln konnte. Nach einem längeren Hin- und Her stellte sich heraus, dass der „Verkäufer“ gar nicht genügend Fahrräder von unserm gewünschten Modell auf „Lager“ hatte. Schließlich packten wir also unsere 7 Sachen und versuchten weiter unser Glück. Zu Fuß gingen wir mehr als eine halbe stunde Richtung Stadt, da uns (6 Personen) irgendwie kein Taxi mitnehmen wollte, warum auch immer. Als wir dann aber endlich eins bzw. zwei bekommen hatten, sind wir dann zum nächsten Geschäft (Decathlon) gefahren, wo wir wussten, dass es dort auf jeden Fall Fahrräder haben würde. Wir dachten allerdings, dass die Fahrräder dort am teuersten sein wären und haben daher zunächst versucht woanders ein Fahrrad aufzutreiben.

Letztendlich haben wir also dort Fahrräder gefunden und auch gekauft. Nachdem die Einstellung der Fahrräder durch die Werkstattservicekräfte von Decathlon nach einer knappen Stunde beendet war, sind wir dann voller Freude durch die Stadt nach Hause gefahren. Wir waren mit Sicherheit die schnellsten Fahrradfahrer an diesem Abend in Hangzhou wobei wir auch ordentlich ins Schwitzen kamen. Ein Nachteil war allerdings dass wir an der Hauptstrasse entlang zurückfahren mussten und sich dadurch unsere Lungen erheblich mit Abgasen gefüllt haben! Aber Egal, man ist ja nur einmal in China ;-)

So langsam wird es auch Sommer in Hangzhou. Heute waren es knapp 27 Grad und die hohe Luftfeuchtigkeit ist auch schon zu spüren. Im Internet lese ich von Schnee in Deutschland und irgendwie glaube ich, hat China einen erheblichen Anteil daran. Es wird hier insgesamt echt ne Menge Müll produziert, von den ganzen Abgasen mal abgesehen. Aber das ist eine andere Geschichte die ich mit Sicherheit später noch mal gerne aufgreifen werde.


Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!

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