Montag, 17. März 2008

Trainingday, Teppanyaki, Westlake, Shanghai

Hallo zusammen!

Mittlerweile habe ich meine zweite Arbeitswoche in Hangzhou beendet und bereits mein drittes Wochenende in China verbracht. Bezüglich der Arbeit gibt es nicht soviel neues zu erzählen. Ich versuche nach wie vor einen Überblick über die vielen neuen Abkürzungen innerhalb von Power Tools zu bekommen und einige Prozesse aus meiner Abteilung nachzuvollziehen und diese zu verstehen.

Am Freitagnachmittag war das einjährige Jubiläum unseres „Training Centers“ am Standort Hangzhou. Zu diesem Anlass hatten auch alle Mitarbeiter/Praktikanten die Chance, alle Power Tools selbst auszuprobieren. Unter anderem hatte ich so die Möglichkeit einen Winkelschleifer und verschiedene Bosch Bohr-, Schlaghämmer zu testen. Am meisten beeindruckt hat mich der 27 Kilo-Abbruchhammer (GSH 27 Professional). Er hat ein Eigengewicht von 27 Kilo und dient primär zum aufreißen von Strassendecken.

An das chin. Essen habe ich mich mittlerweile auch schon so langsam gewöhnt. Es gibt zwar in unserer Kantine eine „westliche Ecke“, aus dieser nehme ich jedoch nur sehr selten Gerichte. Ganz entgegen meinem naturell bin ich hier doch recht experimentierfreudig.

Genauso geschehen am Freitagabend. Dort sind wir mit 14 Leuten in Hangzhou zu einem Japaner zum Teppanyaki essen gegangen. Für 150 RMB (ca. 15 Euro) haben wir dort einen eigenen Raum mitsamt einem eigenen Koch bekommen. Weiterhin war das komplette Essen sowie alle Getränke im Preis mit inbegriffen. Gegessen wurde jeweils das, was einer für alle bestellt hat. Mutig wie ich war, habe ich fast jedes Gericht probiert, unter anderem auch ein paar sehr leckere Shrimps.

Am Samstagnachmittag sind Max und ich zum Westlake gegangen und haben diesen zu einem Drittel abgelaufen. Das Wetter war ganz gut (ca. 15 Grad/trocken) und es war dementsprechend viel los. Der See selbst ist von Norden nach Süden ca. 3,3 Kilometer lang und er ist knapp 2,8 Kilometer breit. Eine Runde um den See ist ungefähr 15 Kilometer lang. Neben vielen grünen Anlagen, waren Pagoden und andere schöne Gebäude zu sehen.

„Der Westsee ist das berühmteste Stadtgewässer Chinas. Er ist mit seinen märchenhaften Brücken und Inseln seit je her Schauplatz vieler Liebesgeschichten und -dichtungen, und weckt bereits durch bloße Erwähnung romantische Gefühle in den Herzen vieler Chinesen.

Eine Legende besagt, dass sich ein Drache und ein Phönix um eine Perle stritten, welche letztendlich auf die Erde fiel und sich in den Westsee verwandelte. Wirklich entstanden ist er aber zur Zeit der Tang-Dynastie, ursprünglich als Bucht des Qian Tang Flusses, die dann von Menschenhand vom Fluss abgetrennt und auf die heutige Durschnittstiefe von 1,5-2m ausgehoben wurde.“

„Insgesamt zeugen 36 Westseekopien in China und und anderen ostasiatischen Ländern wie Japan davon, welche Inspiration der See vielen Menschen verleihen kann.“

Für den nächsten Tag hatten wir (5 Praktikanten) uns noch kurzfristig entschieden einen Kurztrip nach Shanghai zu unternehmen. Das Zugticket für die 75 min. Fahrt war mit 54 RMB recht günstig. Der Zug war dem deutschen ICE recht ähnlich und fuhr zu unserer Verwunderung 2 min zu früh los. In China ist es anscheinend normal, dass die Züge sehr pünktlich abfahren wurde uns gesagt.

In Shanghai sind wir dann als erstes zum Bund (Uferpromenade) gelaufen und haben den Ausblick genossen. Anschließend sind wir noch auf einen „Fake-Markt“ gegangen, um ein wenig einzukaufen. Was dort alles angeboten wird ist echt nicht normal. Die ganzen Sachen dort sehen wirklich so was von original aus, RESPEKT! Also kopieren können die echt mal richtig gut. Nach drei Stunden auf dem Markt sind wir dann nochmal zum Bund gelaufen um die Häuser alle bei Nacht anzusehen und natürlich zu fotografieren ;-).

Dies war mit Sicherheit nicht unser letzter Ausflug nach Shanghai, sobald das Wetter besser wird (die Sicht), werden wir auf Sightseeing-Tour gehen.


Gruß aus der Zhaohui Road!

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