Die erste Arbeitswoche liegt nun hinter mir und das erste Wochenende mit einem Ausflug nach Xitang vor mir. Aber der Reihe nach.
Am Montag hieß es für mich, wie jeden Tag, um 5:55 Uhr aufstehen denn um 07:00 Uhr muss ich das Haus verlassen und zur Bushaltestelle laufen. Dort kommt ein extra Bus der die Bosch-Mitarbeiter und natürlich auch die Praktikanten einsammelt und zum Werk fährt. Der Bus hat für chinesische Verhältnisse einen sehr hohen Komfort und es lässt sich gut mit ihm mitfahren. Die Fahrt zum Werk dauert je nach Verkehrslage ca. 35 – 45 min. Auf der Busfahrt selbst lohnt es sich erst gar nicht die Augen zuzumachen denn der Busfahrer fährt wie selbstverständlich über alle Unebenheiten der Strasse (und davon gibt es auf den chin. Strassen nicht wenige) drüber ohne Rücksicht auf seine Fahrgäste.
Das Werk selbst hat 5 Werkshallen, ein „Kantinen“-Gebäude und ein Verwaltungsgebäude in dem ich sitze. Meine Arbeitszeiten sind täglich von 08:00 bis 16:30 inkl. einer halben Stunde Mittagspause. Gleitzeit gibt es leider keine, genauso wenig wie überstunden nicht bezahlt werden. Für meine 6 Monate hier habe ich ganze 3 Tage Urlaub bekommen….
Nach anfänglichen Problemen bezüglich meines Arbeitsplatzes hatte ich diesen ab dem zweiten Arbeitstag dann doch endlich beziehen können. Die Kolleginnen und Kollegen sind alle sehr nett und hilfsbereit. An der Arbeit kann ich teilweise überraschenderweise mehr deutsch sprechen als gedacht. Fast alle Praktikanten sind deutsche, meine Chefin ist deutsche und eine Kollegin, die ich vorher schon in Stuttgart kennen lernen konnte, kann auch deutsch sprechen.
Nach einer ganz kurzen Einarbeitung am Montag und Dienstag, habe ich am Dienstagnachmittag meine Aufgaben für mein Praktikum bekommen. Eine spezielle ist allerdings die umfangreichste und wichtigste. Dazu muss ich für meine Abteilung Kennzahlen entwickeln, aus denen sich der Erfolg bzw. die Qualität der Abteilung erkennen lässt. Ist zwar ein nicht ganz so leichtes aber dafür ein recht interessantes Thema und ich habe mein eigenes kleines Projekt.
Für das Mittagessen bekommt man von Bosch (die Praktikanten) umgerechnet 0,60 Euro pro Tag. Das klingt zwar ziemlich wenig, genügt aber vollkommen aus. Reis gibt es hier zum Beispiel kostenlos zu jedem Menü dazu.
Die Heimfahrt mit dem Bus dauert täglich zwischen 40 – 50 min., etwas länger als die Hinfahrt, da wesentlich mehr Verkehr auf der Strasse ist. Die Fahrt mit dem Bus ist allerdings recht
interessant und man sieht einiges von der Stadt. Meine Wohnung liegt recht zentral und das Werk etwas außerhalb in einem Industriegebiet. Auf dem Weg dorthin sieht man eine Menge Wohnhäuser, Einkaufsstrassen, Parkanlagen, jede Menge Baustellen und wir überqueren den Qiantang River. Dieser ist ca. 1 km breit und ist echt wunderschön anzuschauen.Am Donnerstagabend sind wir (Max und ich) mit ein paar Praktikanten dann noch in der Stadt Bowlen gegangen. Insgesamt waren wir zu acht. Für zwei Stunden spielen hat jeder umgerechnet 4 Euro bezahlt. Das Bier (0,567 Liter) kostet umgerechnet nur 30 Cent. Gegen die Preise hier in Hangzhou ist echt nichts zu sagen.
Morgen (Samstag) wollen wir dann mit ein paar Praktikanten einen Ausflug in ein altes traditionelles Dorf namens Xitang machen und dort auch übernachten. Wo das allerdings sein wird sehen wir vor Ort. Teilweise besteht wohl auch die Möglichkeit bei Gastfamilien unterzukommen. So etwas mache ich zwar normalerweise nicht, aber ich lass es mal auf mich zukommen ;-)
Die Organisation für solche Touren läuft hier echt gut. Fast jedes Wochenende werden von Praktikante selbst oder von Mitarbeitern Touren geplant, an denen man teilnehmen kann.
Ich hoffe, dass ich am Sonntag dann auch schon die nächsten Bilder und einen Blog über das We einstellen kann.
Bis dahin wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende!

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